Zunahme der Corona-Neuinfektionen bei Kindern und Jugendlichen

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Zunahme der Corona-Neuinfektionen bei Kindern und Jugendlichen

WETTERAUKREIS (pdw). „Auffällig ist seit einigen Tagen die Zunahme der Corona-Infektionen im Wetteraukreis bei Kindern und Jugendlichen. Offenbar sind sie für die Mutation des Virus deutlich empfänglicher als für die bislang vorherrschende Variante“, stellt Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs fest. Mittlerweile entfallen rund 20 Prozent der Neuinfektionen auf die Altersgruppe unter 18 Jahren. Vor wenigen Wochen waren das noch deutlich weniger. 

Die Zunahme der Fälle in den Kindertagesstätten hängt mit der Öffnung des Regelbetriebes in den Einrichtungen zusammen. Neben den Ausbrüchen in Bad Vilbel gab es Ausbrüche mit der Schließung von Kindertagesstätten in Friedberg und in Wölfersheim. 

Als Problem stellt sich die Nachmittagsbetreuung heraus. Am Vormittag sind die Gruppen getrennt, Würde das so bleiben, dann müssten bei dem positiven Test eines Kindes nur die Kinder dieser Gruppe in Quarantäne. Weil aber wegen knapper Personalressourcen am Nachmittag die Gruppentrennung aufgehoben wird und die Kinder gemeinsam betreut werden, sind alle Kinder der Einrichtung potentielle Kontaktpersonen. „Deshalb gilt im Falle eines positiven Tests die Quarantäne für alle Kinder der Einrichtung“, so Dr. Merbs. Ein Gruppentest der ganzen Einrichtung wird nicht durchgeführt, das habe in der Vergangenheit keine brauchbaren Erkenntnisse geliefert, auch bei einem negativen Testergebnis bleiben alle Kontaktpersonen ersten Grades in Quarantäne. 

Die Angehörigen der in Quarantäne geschickten Kinder gehen nicht in Quarantäne, das gilt auch für weitere schulpflichtige Kinder der Familien, für die bis zum Jahresende 2020 noch ein Schulbetretungsverbot ausgesprochen wurde. 

In stationärer Behandlung aufgrund der Corona-Infektion befanden sich am Montag 55 Menschen (52). 20 Personen (19) werden intensivmedizinisch behandelt.

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