Zur Wahl stehen fast nur alte Bekannte 

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Zur Wahl stehen fast nur alte Bekannte 

Linke neu in Butzbach / Münzenberg hat mehr, Rockenberg weniger Wahlberechtigte / „Partei“ will in Kreistage

BUTZBACH (thg). Am Freitag, 15. Januar, kommen in den Kommunen die Wahlausschüsse zusammen, um offiziell zu beschließen, welche Parteien und Gruppierungen mit Listen in der Kommunalwahl am Sonntag, 14. März, antreten. Am Montag lief die Abgabefrist für die Unterlagen ab. Die Wahlleiter der Region gaben auf BZ-Anfrage an, welche Listen fristgerecht eingereicht wurden. 

In Butzbach bewerben sich erneut SPD, CDU, UWG, Grüne und FDP um die 37 Sitze in der Stadtverordnetenversammlung. Neu kommt die Liste der Linken hinzu. Wie Tiziana La Corte vom Wahlamt berichtete, bewerben sich Parteien und Gruppierungen auch um Sitze in den Ortsbeiräten in Stadtteilen (fünf) und der Kernstadt (sieben). Gemeinsame Listen ohne Parteienbindung gibt es in fünf Stadtteilen: So treten die „Bodenroder Wählergemeinschaft“ an, die „Gemeinsame Liste Ebersgöns“, die „Überparteiliche Wählergemeinschaft Maibach“, die „Wählergemeinschaft Wiesental“ und die „Wählergemeinschaft der Ortsgemeinschaft Hausen-Oes“. 

Über 20 000 stimmberechtigt

20 156 Wahlberechtigte gibt es in Butzbach und damit rund 550 mehr als vor fünf Jahren. Die Wahlbeteiligung lag seinerzeit bei 49,9 Prozent. Zudem wird in Butzbach ein Ausländerbeirat gewählt. Dafür hat sich die „Internationale Liste Butzbach“ gebildet.

Mit CDU, SPD und FWG treten in der Stadt Münzenberg die auch derzeit in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien zur Wahl an. Und sie bleiben unter sich im Kampf um 25 Sitze. Für alle vier Ortsbeiräte gibt es zudem jeweilige Listen, allein in Gambach tritt die FWG nicht an. Die 4860 Wahlberechtigten, 250 mehr als vor fünf Jahren, sind dazu aufgerufen, die seinerzeitige Wahlbeteiligung von 60,9 Prozent zu übertreffen.

Auch in der Gemeinde Rockenberg bleibt es bei den aktuellen Parlamentsparteien. 23 Sitze teilen sie unter sich auf: CDU, Dorfpartei, SPD und Grüne bemühen sich um die Stimmen der 3438 Wahlberechtigten. Dies sind 30 weniger als in der vorherigen Kommunalwahl, an der sich 57,7 Prozent der Berechtigten beteiligten. 

An der Auswahl in der Gemeinde Waldsolms ändert sich laut Wahlamt ebenfalls nichts. Für die 23 Sitze umfassende Gemeindevertretung schicken CDU, SPD, Grüne, FWG und die Blauen Kandidaten ins Rennen. Für den Ortsbeirat Weiperfelden wurde auch für diese Wahl wieder eine Liste ohne Parteibindung aufgestellt. 

In Langgöns tritt die FDP nicht mehr zur Kommunalwahl an (die BZ berichtete). CDU, SPD, Grüne und Freie Wähler bewerben sich erneut um die Mehrheit der 37 Sitze in der Gemeindevertretung. Aus Ober-Mörlen lag bis Redaktionsschluss noch keine Information vor. Dort haben derzeit CDU, SPD, Grüne und FWG Sitze in der 31-köpfigen Gemeindevertretung. 

In den Wetterauer Kreistag möchten die bisher vertretenen Parteien erneut Vertreter entsenden: CDU, SPD, Grüne, Linke, FDP, FW, NPD, Piraten und AFD haben ihre Unterlagen beim Kreis abgegeben. Neu dabei ist „Die Partei“, während die Gruppierungen „Einheit“ und „Alfa“ sich nicht erneut um die 81 möglichen Mandate bewerben. 

„Die Partei“ und „Volt“ möchten auch in den 81 Sitze umfassenden Kreistag des Landkreises Gießen einziehen. Die Piraten stellen sich dort indes nicht erneut zur Wahl. Derzeit sind SPD, CDU, AFD, FW, Grüne, FDP, „Gießener Linke“ und die Piraten im Kreistag vertreten. 

Nach der Sitzung der Wahlausschüsse läuft bis einschließlich 17. Januar die Frist, gegen die Zurückweisung von Wahlvorschlägen Widerspruch einzulegen. Die Bekanntmachung der zugelassenen Listen erfolgt am Montag, 25. Januar. Die Wahlbenachrichtigungen werden ab Anfang Februar versandt, die Briefwahl kann aber auch bereits ohne die Benachrichtigung beantragt werden. 

Werbung für Briefwahl

Wegen der Corona-Pandemie ist das Butzbacher Wahlamt ins Bürgerhaus in der Kernstadt umgezogen, um Abstandsregeln einzuhalten. Neben der Abholung von Unterlagen ist dort die Stimmabgabe auch direkt möglich. Die Wahlkabinen werden stets gereinigt. Die Briefwahl-Papiere können aber auch schriftlich, per E-Mail oder zu gegebener Zeit über die Internetseite der Stadt Butzbach beantragt werden. Wie La Corte berichtet, wirbt die Stadt dafür, angesichts der Pandemie-Lage die Briefwahl zu bevorzugen. Zur Vorbereitung der Wahlberechtigten auf die Stimmabgabe mit „Kumulieren und Panaschieren“, also der Verteilung von Stimmen auf verschiedene Kandidaten oder Listen, verteilt die Stadt Butzbach auch wieder Musterstimmzettel. 

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