Zwei Konzepte für Bebauung des „Mischplatzes“ Niederkleen vorgestellt

Zehn Millionen Euro für die Innenstadt
26. Juni 2020
In Waldsolms wurde am Samstag Badesaison eröffnet
29. Juni 2020

Zwei Konzepte für Bebauung des „Mischplatzes“ Niederkleen vorgestellt

Niederkleen. Der „Mischplatz“ in Niederkleen soll bebaut werden. Zwei mögliche Konzepte wurden im Bauausschuss vorgestellt. Foto: ikr

Letztes Update am

NIEDERKLEEN (ikr). Der „Mischplatz“ am Ortsrand von Niederkleen, ein Gelände in dreieckiger Form in unmittelbarer Nachbarschaft zum neuen Feuerwehrgerätehaus und der im Bau befindlichen Rettungswache, soll bebaut werden. Rund 2100 m² groß ist das zur Verfügung stehende Areal. Zwei Konzepte dafür wurden in der Sitzung des Langgönser Bauausschusses, der unter Vorsitz von Denise Boller (CDU) tagte, vorgestellt. Auch der Ortsbeirat Niederkleen nahm an der Präsentation teil. Die etwa 20 Zuschauer dokumentierten das große Interesse der ortsansässigen Bevölkerung an dem Projekt. 

Die Firma Hildebrand aus Butzbach und die Firma Bork aus Niederkleen stellten ihre jeweiligen Konzepte vor. Ihnen gemeinsam sind altersgerechte und barrierefreie Wohnungen und eine kleine Nahversorgung für den Langgönser Ortsteil in Form einer Bäckerei oder eines Dorfladens.

Das Hildebrand-Konzept sieht den Bau von insgesamt vier Gebäuden vor: zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils fünf Wohneinheiten, ein Einfamilienhaus und ein Gebäude zur gewerblichen Nutzung. Dort könnten eine Bäckerei und eine Physiotherapie-Praxis einziehen. Interessenten gebe es bereits, informierte Firmenchef Frank Hildebrand. Seine Idee für die Nutzung der Wohnungen ist es, dass Ortsbewohner, die sich beispielsweise im Alter räumlich kleiner setzen wollen, dieses neue Wohnangebot nutzen. Der auf dem Gelände bestehende Baumbestand mit großen Eschen und Bergahorn soll erhalten bleiben, sogar eine Dachbegrünung ist bei zwei Gebäuden in der Planung inbegriffen, auch eine Regenrückhaltung soll es geben.

Das Bork-Konzept stellt die Wohnbebauung in den Fokus. Ein einzelnes, langgezogenes Gebäude über die Gesamtfläche in modularer Bauweise ist geplant. In dem Gebäude soll nach Vorstellung des Unternehmers Wolfgang Bork eine gemischte Nutzung stattfinden: Neben einem Dorfladen, der auch Frühstück anbietet, sind 17 Einheiten mit  bezahlbarem Wohnraum auf zwei Etagen, teilweise in Form eines „Boardinghouses“ geplant. Das ist laut Definition ein „Beherbergungsbetrieb, welcher Zimmer oder Apartments mit hotelähnlichen Leistungen in meist städtischer Umgebung vermietet. Im Gegensatz zu einer Pension oder einem Hotel ist in einem Boardinghouse ein längerer Aufenthalt geplant. Daher wird im deutschen Sprachraum auch die Bezeichnung „Zuhause auf Zeit“ genutzt. (Quelle: Wikipedia). 

17 Wohneinheiten mit insgesamt 550 qm Wohnfläche, davon eine Wohnung mit 82 qm im Erdgeschoss und 16 Appartements à 39 qm im Unter-, Erd- und Obergeschoss sind geplant. In dem Gebäude ist eine Mischung von „normalen“ Mietapartments vorgesehen, sowie eine Nutzung, bei der für Mitarbeiter der Firma Bork Apartments für einen befristeten Zeitraum kurzzeitig angemietet werden können. Der Planer betonte, dass das Konzept zum aktuellen Zeitpunkt „noch viel offen“ lasse. Für die vorhandene Baumreihe schlug der Planer eine Ausgleichspflanzung vor.

Zu den Planungen soll nun der Ortsbeirat „die Stimmen der Einwohner einfangen“. Die beiden Konzeptvorschläge sollen in den Fraktionen beraten werden, wobei das Stimmungsbild des Ortsbeirats berücksichtigt werden soll. In einer der nächsten Sitzungen wird dann weiter beraten.

Es können keine Kommentare abgegeben werden.