Zwei Kunstrasenplätze „Am Keltenhof“

Betrug: Senior gibt 700 000 Euro weg
22. Januar 2020
Kostenbeteiligung von 75 000 Euro
23. Januar 2020

Zwei Kunstrasenplätze „Am Keltenhof“

BUTZBACH. Diese Konzeptskizze zeigt die vorgesehene Kunstrasenanlage in der Butzbacher Kernstadt „Am Keltenhof“. 

Zwei Spielflächen, Funktionsgebäude und Sanitäreinrichtungen in Butzbacher Kernstadt geplant

BUTZBACH (dt). Sie ist das aktuell vorherrschende Thema, zumindest bei den Betroffenen, den Verantwortlichen und den aktiven Sportlern der Fußballvereine in der Stadt Butzbach: die geplante Kunstrasen-Sportanlage. Vielleicht wäre es einfacher und „preisgünstiger“, die neue geplante Kunstrasen-Sportanlage dort zu erstellen, wo bereits Funktionsgebäude und eine Sportanlage im Stadtgebiet vorhanden sind – also in der Kernstadt oder in einem der Stadtteile, dort, wo schon Fußball gespielt wird. Dies war in der Vergangenheit und ist eine oft gehörte Aussage aus interessierten Kreisen, auch mit entsprechenden Vorschlägen aus den Vereinen.  

Markus Lambrecht, zuständiger städtischer Fachgebietsleiter für Umwelt und Stadtplanung, nannte in der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Kultur, Soziales, Bürgeranfragen und Sport am Montagabend im Gruppenraum des Bürgerhauses als wichtigsten Grund, der gegen obige Lösung spreche, die „Emissionen“, die der Fußball verursache. Bekannt ist, dass es landauf, landab häufig Anwohner von Sportanlagen gibt, die sich – beispielsweise von der Lärmentwicklung rund um Sportstätten – in ihrer Ruhe gestört fühlen und vor Gerichte ziehen. Und oftmals fällen diese dann Urteile, die den Sportbetrieb massiv beeinträchtigen können. Beispielsweise schwelte ein Konflikt rund um die Sportanlage gegenüber der Weidigschule – das Schrenzerstadion – über Jahre, worunter insbesondere der VfR Butzbach zu leiden hatte. 

Lambrecht stellte fest, dass die Stadt Butzbach im Wetteraukreis noch ein weißer Fleck sei, den es zu beseitigen gelte. Die meisten Kommunen in Mittelhessen und im Rhein-Main-Gebiet  verfügten mittlerweile über eine in den letzten drei Jahrzehnten erstellte Kunstrasen-Sportanlage für ihre Fußballvereine. „Wir kommen nicht darum herum“, unterstrich der Fachgebietsleiter. 

Er informierte die Ausschussmitglieder über die planerischen Überlegungen der neu zu bauenden „Sportanlage am Keltenhof“. Sie werde auf einem Gelände erstellt, wo es rundum keinerlei Anwohner-Umfeld gebe. Die heimischen Fußballvereine benötigten dringend den Kunstrasen, da ansonsten der Spielbetrieb bei feuchter, ungünstiger Witterungslage über den Spätherbst und Winter hinweg eingestellt werden müsse. 

Lambrecht betonte, dass eine Spielfläche nicht ausreichen werde, darum habe man zwei Kunstrasenplätze geplant. Vorgesehen sind im Vorentwurf auf einer Gesamtfläche von 30 000 Quadratmetern zwei rechtwinklig zueinander angeordnete Spielflächen in der internationalen Größe von 100 x 64 Metern. Dazu wird – zwischen die beiden Spielflächen – ein Funktionsgebäude mit den Kabinen und Sanitärräumen errichtet. Für gerechnete 300 Besucher soll es – gemäß Stellplatz-Verordnung – 80 Pkw-Stellplätze, fünf Behinderten-Parkplätze und zehn  Fahrrad-Stellplätze geben. Er nannte dazu Zahlen: Ein Naturrasenplatz könne 600 Stunden im Jahr bespielt werden, ein Hartplatz (wie in Nieder-Weisel vorhanden) 1000 bis 1200 Stunden und ein Kunstrasen uneingeschränkt das ganze Jahr. 

Das vorgesehene, von der Stadt noch zu erwerbende  Gelände „Am Keltenhof“ sei „eine schon entwickelte Fläche“. Die Erschließung sei problemlos. Es entstehe „eine zukunftsorientierte Sportanlage für Butzbach“, so Lambrecht. Man werde sich im Rahmen der weiteren Planung mit den Vereinen der Stadt zusammensetzen. 

Im Ausschuss gab es durchweg Zustimmung zu dem Projekt. Susanne Schmidt (Grüne) fragte nach dem verwendeten Material für den Kunstrasen, da Mikroplastik – kleine Kunststoffteilchen mit einem Durchmesser unter fünf Millimetern – aus Umweltgründen nicht mehr verwendet werden sollte. Lambrecht verwies darauf, dass es mittlerweile alternative Materialien gebe, die nach derzeitigem Wissenstand unschädlich seien. Damit sei man auf der sicheren Seite. 

BUTZBACH. In Oberkleen gibt es bereits einen Kunstrasenplatz, der das ganze Jahr über bespielbar ist. Er wurde vom FC Cleeberg finanziert.

Comments are closed.