Zwei Millionen Euro für Mensa-Umbau

Johannes Napp
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Zwei Millionen Euro für Mensa-Umbau

Wohnumfeld Pläne Thema im Stadtteilbeirat Degerfeld / „Soziale Stadt“ läuft noch bis 2022

BUTZBACH (dt). Zur Sitzung des Stadtteil-Beirats Degerfeld begrüßte Vorsitzender Michel Schröter am Montagabend im Quartierszentrum – wie er feststellte – mehr Zuhörer und Teilnehmer als jemals zuvor. Darunter waren als Ansprechpartner auch Bürgermeister Michael Merle, BWG-Geschäftsführer Alexander Kartmann und mit Verspätung als interessierter Zuhörer auch Pfarrer Christoph Baumann. Offensichtlich auf großes Interesse war wohl die Tagesordnung gestoßen, in deren Mittelpunkt die Verkehrsproblematik im Degerfeld stand (siehe gesonderten BZ-Bericht). Im ersten Teil legte Kartmann die gewünschten Sachstandsberichte zu verschiedenen Projekten und Maßnahmen vor.

Zur besseren Hinweis-Beschilderung rund um das Quartierszentrum seien Bestellungen erfolgt, sodass demnächst mit der Realisierung zu rechnen sei; auch Zuschüsse seien dazu beantragt. Weiter sei die erforderliche neue Wegeplanung in Arbeit.

Wie Bürgermeister Merle mitteilte, sei die Erstellung des Basket- und Bolzplatzes derzeit bereits im Gange. Bei der Wohnumfeldgestaltung plädierte Vorsitzender Schröter dafür, möglichst viele Bürger in die Maßnahmen einzubeziehen: „Wir wollen mit den Menschen ins Gespräch kommen, sie aktiv beteiligen.“ Das solle ehrenamtlich geschehen, beispielsweise bei kleinen Anpflanzungen oder Pflegemaßnahmen. Einzelne Bürger seien bereits – fast unbemerkt – aktiv geworden. Eigenes Engagement der Bewohner sei zu begrüßen und zu fördern, es gebe gute Vorschläge und Ansätze.

Merle sprach von städtischen Maßnahmen und nannte dabei einen Kostenumfang von
500 000 Euro, den es zu strecken gelte über einen Zeitraum von fünf Jahren. Darin seien beispielsweise die Umgestaltung der Ecke Gerhart-Hauptmann-Straße/Pohl-Gönser-Straße und des Verkehrsknotenpunkts enthalten. Es gelte daneben, das Wohnumfeld auch mit kleineren Maßnahmen attraktiver zu gestalten. Leider seien darunter auch Projekte, die nicht förderfähig seien.

Ergänzend wurde die Umsetzung praktikabler Projektideen zur Minimierung der Müllproblematik angesprochen. Die Situation um die Problematik „Gelber Sack“ habe sich etwas entspannt, wie Schröter mit Fotos dokumentierte. Wie Merle anfügte habe die Stadt mittlerweile zwei 450-Euro-Kräfte eingestellt, die sich um das Wohnumfeld kümmerten.

Bürgermeister Merle nannte in einem ersten Ansatz den Betrag von
zwei Millionen Euro für die Umbaumaßnahmen rund um den Komplex der ehemaligen Mensa und des Familienzentrums. Der Antrag sei beim zuständigen Ministerium gestellt, und man warte nun auf den Förderbescheid. Vorgesehen sei im Rahmen der Mensa später eine öffentliche und schulische Sportnutzung, Raum für Treffen und Versammlungen, eine Büro- und Familiennutzung in Verbindung mit dem Kindergarten „Pusteblume“. Das gesamte Nutzungskonzept müsse weiter überdacht und entwickelt werden.

Zum Förderprogramm „Soziale Stadt“ des Landes Hessen informierte Schröter darüber, dass es zunächst bis 2022 fortgesetzt werde. Projektideen und Vorschläge habe der Stadtteilbeirat an den Magistrat weiter geleitet. Dafür sei eine bis zu 90 Prozent-Förderung durch das Land möglich. Der Bürgermeister teilte mit, dass man dazu von städtischer Seite im nächsten Jahr Anträge stellen werde.

Aaron Löwenbein zog als Verantwortlicher ein Resümee zum jüngsten Degerfeld-Stadtteilfest (die BZ berichtete), das eine hervorragende, gelungene Möglichkeit für Begegnungen der Bewohner gewesen sei. Löwenbein plädierte für den weiteren Ausbau solcher Treffpunkte in festlichem Rahmen; eventuell könne man bereits im nächsten Frühjahr eine weitere Veranstaltung einplanen. Ein Zuhörer wies allerdings darauf hin, dass es der Stromversorgung Probleme gegeben habe.

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