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Zwei „Teamplayer“ verabschieden sich

BUTZBACH. Der Maxistrat verabschiedete gestern Ottmar Rees (l.) und Olaf Hoerschelmann in den Ruhestand. Text + Foto: thg

Olaf Hoerschelmann und Ottmar Rees beenden Beamtenlaufbahn bei der Stadt Butzbach Ende Januar

BUTZBACH (thg). Die Zahl der Beamten in der Butzbacher Stadtverwaltung ist rückläufig. Ende des Monats werden es gleich zwei weniger sein: Gestern verabschiedete der Magistrat in der Alten Turnhalle zu Beginn seiner Sitzung Olaf Hoerschelmann und Ottmar Rees, beide Jahrgang 1958, in den Ruhestand. 

Bürgermeister Michael Merle würdigte beide besonders für ihren Einsatz in der Vorbereitung des Hessentags 2007, womit sie sich für die weitergehenden Aufgaben empfahlen, die sie seither bis zum Ruhestand dann in der Stadtverwaltung übernahmen. Dafür werde ihnen die Stadt „ewig dankbar sein“, so Merle. Sie seien „hervorragende Kommunikatoren, Netzwerker und Teamplayer“. Sie hätten Ausdauer, Kreativität und Robustheit gezeigt, denn auch nach dem Hessentag seien an sie hohe Anforderungen gestellt worden. „Sie haben meine Erwartungen mehr als erfüllt“ in fast 15 Jahren Zusammenarbeit mit Merle zum Wohl Butzbachs. 

Hoerschelmann begann sein Berufsleben 1976 als Beamter beim Bundesgrenzschutz. Unter anderem über das Finanzamt Gießen kam er Anfang 1982 zur Stadt Butzbach in die Finanzverwaltung. Nach seiner Tätigkeit als Hessentagskoordinator ging es über die Stadtkultur ins Hauptamt mit Zuständigkeit für Ortsbeiräte, Gremien, Vereine und als Pressesprecher. Die Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister sei eng gewesen, er sei stets eine Hilfe gewesen, so Merle: „Ich sah mich nie enttäuscht.“ Er schätze Hoerschelmanns Loyalität, der aber auch seine kritische Meinung bewahrt habe, so der Bürgermeister. 

Rees startete bei der Post als Fernmeldehandwerker ins Berufsleben und absolvierte mehrere Stationen. 1994 wurde er zur Stadt Butzbach abgeordnet und dann übernommen. Nach dem Hessentag begann die Stabsstelle Wirtschaftsförderung ihre Arbeit. Die technische Ausbildung sei für Rees als Generalist eine gute Grundlage gewesen. Zahlreiche Projekte neben den Kernaufgaben wie den Limesradwag, aber auch das schnelle Internet bis hin zur Glasfaser habe er bearbeitet, der akribisch, pflichtbewusst und mit großer Sorgfalt gearbeitet und immer das Team im Blick gehabt habe. Er sei sehr geschätzter Kollege, offen für Sorgen und Nöte auch im zwischenmenschlichen Bereich. 

Merle wies darauf hin, dass Rees für die Wirtschaftsförderung „gesetzt“ gewesen sei. Dass Langenselbold ihn „ausleihen“ wollte, um den Hessentag zu organisieren, habe er daher verhindert. Als Anlaufstelle für Butzbacher, aber auch auswärtige Unternehmen sei er im Lauf der Jahre ein starker, kreativer und dynamischer Mitarbeiter gewesen. 

Merle erinnerte daran, dass Rees sagte, als er zur Stadt Butzbach wechselte, dass er seine Arbeitskraft dort einsetzen wolle, wo er wohnt. „Es hat mir viel gegeben, für die Stadt Butzbach zu arbeiten“, sagte Rees. Ein Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre zeige, dass sich in Butzbach sehr viel getan habe. „Das war sehr erfüllend für mich.“ Der laut Merle „Maibacher mit Leib und Seele“ bedankte sich für den dafür maßgeblichen Vertrauensvorschuss, den der Magistrat ihm gegeben habe. 

Auch Hoerschelmann bedankte sich für den besonderen Rückhalt des Magistrats, der das erfolgreiche Arbeiten ermöglicht habe. „Ich bin ein Butzbacher“, sagte er in Anlehnung an John F. Kennedy. Er als Gambacher kenne sich in Butzbach besser aus als in der Stadt Münzenberg. Auf die beruflichen Laufbahnen zurückblickend, sagte er: „Wir haben beide klein angefangen, wir haben die Chance bekommen, mehr aus uns herauszuholen.“ 

Hoerschelmann wies darauf hin, dass die Verwaltung mit im Haus ausgebildeten Leuten gut aufgestellt sei. Merle sagte, dass frühzeitig die Weichen gestellt worden seien, um die Nachfolgen zu regeln. 

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